Luzerner Braunviehzuchtverband: Der Vorstand stellt sich vor: Franz Theiler

Porträt Theiler FranzJeden Monat stellt sich ein Vorstandsmitglied des LBZV  vor.
Monat Dezember: Franz Theiler.

 

 

Personalien
Name: Theiler
Vorname: Franz
Ort: Emmenbrücke
Alter: 53
Beruf: Landwirt
    
Tätigkeiten

  • Seit 1999 im Vorstand des LBZV (Kassier)
  • Präsident Viehzuchtgenossenschaft Malters-Schachen.
  • Experte Meister- und Berufsprüfung.

Ziel im Vorstand des LBZV:
Nebst züchterischen Aktivitäten (organisieren von Schauen) auch Weiterbildungen im Bereich Management anbieten, wie z.B. Kurs Kuhsignale verstehen oder Weiterbildung bei der Klauenpflege, Fütterung etc.
    
Franz Theiler PilatusBetriebsspiegel
Produktionsform: IP seit 1994
Zoneneinteilung: Talzone    
LN: 41 ha in Pächtergemeinschaft mit Bruder Martin
Betriebsfläche: 42 ha    
SAK: 4.7    

Betriebszweige:

  • Milchwirtschaft
  • Verkauf von Nutzvieh und trächtigen F1 Rindern
  • Schweinemast
  • Ackerbau (Futtergetreide, Silomais)
  • Obstbau (2 ha Intensivobst  Äpfel, Kirschen, Zwetschgen)
  • Direktvermarktung
  • Kompostierung
  • Angestellte: Betriebsgemeinschaft mit Bruder Martin. Seit 1990 Ausbildung von Lehrlingen. Bei der Obsternte Mithilfe  der Ehefrauen und eines Saisoniers.
  • Kühe: 55 Stück
  • Jungvieh: 40 Stück ( ab 6. Monat Aufzucht auf Partnerbetrieb)
  • Sonstige Tiere: Mastschweine
  • Haltungsform: Laufstall für alle Tiere seit 1998

Fütterung:

  • Fütterung Kühe Winter: Mischration aus Dürrfutter, Grassilage, Maissilage, Rübenschnitzel, Mineralstoffe und Viehsalz, Kraftfutter an Futterstation.
  • Fütterung Kühe Sommer: gleich wie Winter, zusätzlich Halbtagsweide am Morgen.
  • Fütterung Jungvieh bis 6. Mt. (Sommer + Winter): Kraftfutter und Mischration wie Milchkühe.
  • Fütterung Jungvieh ab 6.Mt.: Fütterung auf Partnerbetrieb, Erstkalbealter 24-25 Monat


Milchleistung:  8'600 kg
Ø Eiweiss:  3.51 %
Ø Fett:  4.17 %
Milchverwertung: Über ZMP, wird jeden 2.Tag abgeholt
   
Zuchtziel:
Oberstes Ziel ist auch in Zukunft mit der Milchproduktion noch Geld zu verdienen. Auf dem Betrieb wird das mit einer mittelgrossen, tiefrippigen  Kuh umgesetzt. Es wird eine hohe Leistungseffizienz und eine hohe Lebenstagleistung angestrebt. Bei den Anpaarungen wird auch den funktionellen Merkmalen die nötige Beachtung geschenkt.

Stiereneinsatz:
Huary, Hacker, Vileno, Nelgor, Norwin, Anibal, Fact, Biver.
Nicht zur Zucht vorgesehene Tiere werden mit Maststieren besamt.

Franz Theiler 100000KuhErfolge:
Champion an der Eröffnungsschau Vianco Arena  Brunegg 2003.
Ausstellung einer 100‘000er Kuh an der Bruna 2012.

Schönstes Erlebnis:
Bis jetzt vier Kühe mit über 100‘000kg Lebensleistung, davon eine aktuell mit 122‘000kg.
 
Welche Stärken hat das Braunvieh?
-    Eiweissgehalt, Fundament (Klauen), ruhiger Charakter, Exterieur.
-    Dienstleistungen von Braunvieh Schweiz

An welchen Schwächen muss in Zukunft bei Schweizer Braunvieh besonders gearbeitet werden?
Bei der Körpergrösse ist der Zenit erreicht. Bei den Anpaarungen keine Kompromisse auf Kosten der Milchleistung machen getreu dem Motto: Leistung ist nicht alles, aber ohne Leistung ist alles nichts.

Werden auf Ihrem Betrieb Tiere genotypisiert?
Bis jetzt noch nicht.

Weshalb und welche Tiere werden typisiert? Wieso nicht?
In Zukunft werden wir die Rinder genotypisieren um dann die besten davon mit gesextem Sperma zu besamen.

Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer eigenen Braunviehzucht?
Die Leistungssicherheit mit dem Einsatz von zuchtwertstarken Stieren noch verbessern. Das Ziel ist eine homogene Herde mit einer hohen Leistungseffizienz.

Wie sehen Sie die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Bezüglich Milchproduktion sehe ich eine weitere Verlagerung der Milchproduktion in die besten Futterbaulagen im Talgebiet. Für das Berggebiet besteht eine Chance in der Veredelung der Milch in Form von Käse und Spezialitäten.
 Bei den übrigen Produkten ist eine hohe Qualität ohne Lebensmittelskandale ein Wettbewerbsvorteil gegenüber von Billigprodukten aus dem Ausland. Ein weiterer Punkt für die Ausrichtung der Betriebsform wird die Entwicklung der Direktzahlungen sein.