Die Braunviehfreunde Entlebuch waren wieder auf Reisen

k Braunviehfreunde Entlebuch mit Gästen aus Schwyz und ObwaldenDie Braunviehfreunde Entlebuch besuchten mehrere Betriebe.
Albert Schönbächler hat wieder eine interessante Reise ins Tirol, ins Zillertal organisiert.
Braunviehfreunde Entlebuch mit Gästen aus Schwyz und Obwalden (Bilder: Erwin Kathriner)
 
 
Am ersten Tag besuchten wir den Betrieb von Hermann Huber in Galtür im Paznauntal. Der Betrieb ist auf 1700 m.ü.M hat eine Fläche von 100 ha. Hermann Huber gehören auch noch sieben Hotels. Gemäht wird 1-2 Mal, die Fütterung ist silofrei. Auf dem Betrieb stehen 140 Stück Vieh, davon 35 Kühe. Betriebsdurchschnitt 9 000 kg. Die Milch wird in der hofeigenen Käserei verkäst. Die zwölf Sorten Käse werden alle in den eigenen Hotels verwertet, 30 Tonnen pro Jahr. Auf dem Betrieb Huber wurde vor Jahren die bekannte Denmark Reine gezüchtet und nach Frankreich verkauft.
Weiter gings nach Ried im Zillertal zu Luxner Maria und Anton. Mit seinen 24 Kühen geht er selber auf die Alp. Sein Betrieb umfasst 24 ha. Besamt wird im Zillertal nur mit Schweizergenetik, geprüfte und genomische Stiere. Genoxboy wurde sehr gerühmt, Jongleur wird auch noch eingesetzt. Der ZW wird nicht beachtet, das Exterieur ist entscheidend.
Am zweiten Tag ging es zu Schneeberger Hansjörg oberhalb Mayrhofen zuhinterst im Zillertal.Er besitzt im Dorf ein Hotel und hat einen kleinen Betrieb von 4 ha auf 1 000m.ü. M. Er hat dort einen Angestellten, gemäht wird 2 Mal. Die meisten Kühe gehen im Sommer auf die Alp.
Der nächste Halt war beim bekannten Betrieb Hansjörg Taxacher in Fügen. Sein Betrieb umfasst 30 ha Land, es wird viermal gemäht. Alle Kühe gehen auf die Alp. Es werden sechs Ferienwohnungen vermietet. Im Zillertal lebt jeder Betrieb irgendwie vom Tourismus.
Am Nachmittag gings auf 1100 m.ü. m zu Stefan Klockner in Hart im Zillertal. Sein Viehhandelsbetrieb umfasst 8,5 ha. Er besitzt 10-18 Kühe, handelt ca. 400 Kühe pro Jahr, ausschliesslich Braunvieh. Das meiste Vieh ist verkäuflich, ausser momentan eine Solaris Kuh. Mit ihr möchte er noch an Schauen teilnehmen. In seinem gemütlichen Züchterstübli konnten wir dann den Hunger und Durst stillen.
Am dritten Tag besuchten wir noch den Betrieb Josef Holzknecht in Grinzens. Sein Kuhstall steht mitten im Dorf. Er besitzt 90 Stk. Vieh, davon 40 Kühe. Sein Vater geht mit den Kühen 60 Tage auf die Alp, zusätzlich werden noch 500 Stk. Jungvieh betreut. Leistung seiner Kühe 9000 kg mit 4.30% Fett und 3.70% Eiweiss. Für silofreie Milch wird im Tirol ca. 50Rp. bezahlt, 100kg Kraftfutter kosten ca. 34.- Fr. Es wird bis 10 kg Kraftfutter pro Kuh/Tag verfüttert.
Auf dem Heimweg besuchten wir dann noch den bekannten Schweizer Zuchtbetrieb Josef Häcki in Pfäffikon.
Herzlichen Dank an Albert Schönbächler für die tadellose Organisation und dem Chauffeur Ernst für die angenehme Carfahrt.
Wir freuen uns schon mit euch beiden auf die nächste Reise im 2019
Erwin Kathriner